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Dynamisches Wegleitsystem im Kö-Bogen Düsseldorf

Der Kö-Bogen verbindet die renommierte Düsseldorfer Königsallee mit dem Hofgarten. Die flächenbündige Fassade aus hellem Naturstein und Glas wird durch diagonale Einschnitte mit begrünten Skulpturen unterbrochen. Diese schaffen auf der Seite des Hofgartens eine Verknüpfung von Natur und Architektur, von Innen- und Außenraum. Der unsymmetrische Gebäudegrundriss fällt durch Rundungen, wellenförmige Einbuchtungen und spitze Winkel auf. Seine zwei durch eine Brücke verbundenen Gebäudeteile bieten in den drei unteren Etagen Raum für Flagship-Stores, hochwertige Boutiquen und Gastronomie. In den drei oberen Etagen befinden sich Büroräume. Die viergeschossige Tiefgarage ist über neu errichtete Autotunnel erreichbar.

Das Wegleitsystem im Zugangsbereich zu Tiefgarage und Büroflächen wurde in Zusammenarbeit mit Derksen Lichttechnik speziell für dieses Gebäude entwickelt. Drei PHOS 60 Einbausysteme projizieren aus der Decke Informationen zu den Etagenzielen an die Wand zwischen Kassenautomat und Aufzug. Die Geräte werden über das hauseigene Datenbussystem gesteuert und präsentieren abhängig von Tageszeit und Wochentag aktuelle Hinweise.

 

Ort:
Kö-Bogen
Königsallee 2
40212 Düsseldorf

Fotos:
Markus Lück

Fertigstellung: September 2013

Architekten:
Studio Daniel Libeskind, New York

Bauherr:
die developer Projektentwicklung GmbH, Düsseldorf

Planung und Bau:
Zechbau GmbH

Konzeption Projektionen & Leitsystem:
n/ t/ k/ nowakteufelknyrim GmbH, Düsseldorf

Ruhrlights 2010

 

In der aufregenden Landschaft des unteren Ruhrtals, das geprägt ist von Natur, Landwirtschaft und Industriekultur, präsentiert die Kulturhauptstadt Europas, RUHR 2010, elf international renommierte Lichtkünstler. Das Festival „Ruhrlights: Twilight Zone“ verwandelt ab September 2010 das Ruhrtal zwischen Hagen und Duisburg in eine faszinierende Lichtroute.

Andreas M. Kaufmann hat im Rahmen seines Projektes „Dem Ort seine Sprache“ zwei besondere Bauwerke an der Ruhr beleuchtet. Das ist zum einen eine alte Industriemauer an der Heinrichshütte in Hattingen und zum anderen die Burgruine Hardenstein bei Witten, die direkt am Ufer der Ruhr liegt.

 

Die Technik
Mit leistungsstarken Außenprojektoren von Derksen Lichttechnik projiziert Kaufmann Worte der Ruhrgebietsprache auf das Mauerwerk. Um die Flächen mit den Projektionen abzudecken, kommen insgesamt 10 Projektoren zum Einsatz. Die Gobos wurden in Zusammenarbeit mit dem Künstler so gestaltet, dass der Text zwischen den Projektionen nahtlos hinüber fließt. Verzerrungen, die durch die versetzte Anbringung der Projektoren entstehen, wurden durch ein aufwändiges Messverfahren aus den Motiven herausgerechnet. 

Natur- und Umweltschutz
Eine weitere Herausforderung war es, die Auflagen von Natur- und Umweltschutz zu erfüllen. Eine Genehmigung des Projektes erfolgte unter der Voraussetzung, dass der naturnahe Lebensraum zahlreicher nachtaktiver Insektenarten nicht durch ungerichtete Beleuchtung, auch „Lichtsmog“ genannt, belastet wird. Durch die exakte Berechnung der Gobos auf die beleuchteten Flächen wurden alle Anforderungen erfüllt.

Die Wirkung
Die umhüllende Schrift aus Licht lässt bei Anbruch der Dämmerung an diesen besonderen Orten einen neuen Kontext entstehen, macht auf geheimnisvolle Weise Bedeutungen sichtbar, die am Tage verborgen bleiben. Das Mauerwerk entsteht in der Dunkelheit neu, wird zu einem Symbol und zu einer Schrifttafel, die weit über die Flusslandschaft sichtbar ist.

 

Orte:
Heinrichshütte, Hattingen
Burgruine Hardenstein, Witten-Herbede

Fotos:
Markus Lück

Künstlerisches Konzept:

Andreas M. Kaufmann

Ruhrlights: Twilight Zone

Außenprojektion am Rautenstrauch-Joest Museum

 

Seit mehr als einhundert Jahren präsentiert das Rautenstrauch-Joest-Museum außereuropäische Geschichte, Kunst und Kultur in Nordrhein-Westfalen. Es fördert damit als öffentliche Institution die Verständigung und Toleranz in einer Gesellschaft, die immer stärker durch ein multikulturelles Zusammenleben geprägt wird.

Der Museumsneubau nahe des Kölner Neumarkts wurde nach achtjähriger Bauzeit im Oktober 2010 eröffnet. Die Nähe zu Innenstadt und Dom sowie die günstige Verkehrsanbindung machen das Museum zu einer Attraktion für ein internationales Publikum. Neues Wahrzeichen ist der indonesische Reisspeicher im zentralen Foyer.

Der Haupteingang befindet sich auf der Nordseite des Neubaus, an einer wichtigen Verkehrsader der Kölner Innenstadt. Dort werden auf Initiative der RheinEnergie AG großformatige Hinweise zu den aktuellen Ausstellungen und Programmen per Licht auf die Fassade projiziert. Eingesetzt werden zwei GL 1200 EL Lichtwerfer des Gelsenkirchener Projektionsspezialisten Derksen Lichttechnik. Die Geräte sind vor dem Haupteingang an einem Mast der Straßenbeleuchtung montiert und projizieren in einer Höhe von zehn Metern auf den linken und mittleren Gebäudeflügel. Verzerrungen, die sich durch die Schräge der Projektionswinkel ergeben, wurden bei der Anfertigung der Projektionsmotive herausgerechnet, so dass Texte und Grafiken im korrekten Seitenverhältnis abgebildet werden.

Die Projektionstechnik bietet den Betreibern zwei entscheidende Vorteile: zum einen können Botschaften ohne bauseitige Veränderungen auf der Fassade platziert werden, zum anderen lassen sich die Motive einfach und kostengünstig wechseln.

 

Ort:
Rautenstrauch-Joest-Museum
Cäcilienstraße 29-33
50676 Köln

Fotos:
Markus Lück

Architekten:
Schneider & Sendelbach, Braunschweig

Auftraggeber:
RheinEnergie AG, Köln

Projektplanung:
Gerhard Kleiker, RheinEnergie AG