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Ein historisches Amtsgebäude, neu interpretiert

 

Das denkmalgeschützte Gebäude der alten Post befindet sich im Zentrum von Mülheim a. d. Ruhr. Es beherbergt auf 3 Etagen die Sammlung Ziegler, mit Malerei und Grafik des 20. Jahrhunderts, unter anderem Werke von Feininger, Kirchner, Marc und Macke. Der Umbau und die Modernisierung des Museums erfolgten 2007 – 2008 unter der Leitung des Architekten Karsten Weber, rheinflügel baukunst, Düsseldorf. Weber realisierte ebenfalls die Lichtprojektion auf dem Innenhof. Mit Hilfe von zwei Derksen GL1200 Außenprojektoren, die auf Masten montiert sind, werden während der Nacht Lichtkreise auf das Gebäude projiziert. Das geometrische Beleuchtungsmuster liegt wie eine zweite Schicht über der Fassade und interpretiert die architektonische Idee neu. Die funktional-repräsentative Architektur eines ehemaligen Amtsgebäudes erhält in der Dunkelheit einen spielerischen, leichten Charakter.

 

Ort:
Kunstmuseum in der alten Post
Viktoriaplatz 1, 45468 Mülheim a. d. Ruhr

Architekt (Umbau 2007-2008):
Karsten Weber, rheinflügel baukunst, Düsseldorf

Fotos:
Markus Lück

Römische Geschichte, illustriert mit Licht

 

Das neue RömerMuseum in Xanten

Der Museumsneubau im archäologischen Park Xanten wurde am 16. August 2008 eröffnet. Das Gebäude ist eine Kombination aus archäologischem Schutzbau und einem Museum mit insgesamt 1900 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Das Gebäude erhebt sich auf den Grundmauern des römischen Stadtbades. Form und Größe entsprechen der ca. 25 m hohen monumentalen Eingangshalle, die eines der größten Gebäude der römischen Kolonie war.

Die Ausstellung wird inhaltlich und gestalterisch durch grafische Lichtprojektionen unterstützt, welche Texte und Symbole zitieren und den historischen Kontext illustrieren. Besonders eindrucksvoll erscheint die Projektion eines christlichen Kreuzes im hinteren Teil der Ausstellung. Das Kreuz schwebt auf dem Boden wie eine mystische Vision und weist den Besucher darauf hin, dass die hier gezeigten Exponate im Zeichen des Wandels und der Christianisierung des römischen Imperiums stehen.

 

Ort:
LVR-RömerMuseum
Siegfriedstraße 39, 46509 Xanten

Bauherr:
Landschaftsverband Rheinland

Architekt:
Gatermann + Schossig, Köln

Ausstellung:
Atelier Brückner, Stuttgart

Lichtplanung:
Kress & Adams, Köln

Lichtprojektionen:
Derksen Lichttechnik

Burg Lüdinghausen

 

Eine "maßgeschneiderte" Außenbeleuchtung
Im Stadtbereich von Lüdinghausen bilden drei Burgen eine einmalige Denkmallandschaft mit hoher touristischer Anziehungskraft. Die Burg Lüdinghausen, im 12. Jahrhundert errichtet und im 16. Jahrhundert zu einer typischen Renaissanceburg umgebaut, dient heute als soziokulturelles Zentrum für Ausstellungen, Seminare, Ratssitzungen. Das Beleuchtungskonzept der „Burgfreunde“ wurde finanziert durch Spenden der Sparkassen Finanzgruppe Kreis Coesfeld. RWE Rheinland Westfalen Netz sponserte die notwendige Verbindung zum Stromnetz der Straßenbeleuchtung und die Installation der drei Lichtmasten. Die lichttechnische Umsetzung erfolgte durch die Gedike & Döpper Elektrogesellschaft mbH.

Die Technik
Die historische Fassade wird nicht mit watthungrigen Wandflutern beleuchtet, sondern mit moderner Projektionstechnik. Zum Einsatz kommen vier GL 150-A Projektoren des Gelsenkirchener Spezialisten Derksen Lichttechnik mit einer Gesamtleistung von 600 Watt. Die Projektoren strahlen das Licht konturenscharf auf die Fassade, ohne Fenster, Innenräume und Dach zu beleuchten.
Technische Grundlage ist die Anfertigung einer exakten Schablone des Gebäudes, eines „Gobos“, das in den Strahlengang eingesetzt wird, so dass nur die zuvor definierten Flächen mit Licht bedeckt werden. Die Gobos wurden exakt nach digitalen Fotos berechnet und die standortbedingten Verzerrungen der Projektion wurden mathematisch angepasst.

Ökologie und Ökonomie
Die Beleuchtungslösung ist derart effizient, dass nach Berechnung der Betreiber die Energiekosten zwischen 2,50 € im Winter und 1,20 € im Sommer liegen.
Durch die konturenscharfe Projektion wird das naturnahe Umfeld der Burg deutlich weniger mit „Lichtsmog“ belastet. Das ist besonders wichtig für den Schutz nachtaktiver Insektenarten. Dass die Vermeidung von ungerichteten Lichtemissionen eine immer größere Rolle spielt zeigen z. B. die Naturschutzfachlichen Empfehlungen des Landes NRW.

 

Ort:
Burg Lüdinghausen
Steverstraße, 49348 Lüdinghausen

Foto:
Markus Lück

Initiatoren:
Freunde der Burg Lüdinghausen e. V.

Lichttechnik:
Gedike & Döpper Elektrogesellschaft mbH