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Between Yesterday And Tomorrow

 

Ein Projekt von Irina Kurtishvili & Andreas M. Kaufmann

Das vorgeschlagene, zweiteilige Projekt für die Unterführungen in Baratashvili-Brücke, basiert auf historischen Fotos, welche einem privaten Tifliser Archiv entstammen. Diese Bilddokumente rhythmisieren die teils mit Graffitis überzogenen  Wände der Fußgängerübergänge und thematisieren die fast hundertjährige Geschichte des konkreten Orts. Erinnerungen werden aktiviert und damals unverstanden Wahrgenommenes wird sinnfällig: Eine Einladung zu einer Reise also, in die kontroverse, wie wechselvolle Geschichte dieser Anfang der 60er Jahre durchaus visionären Brückenarchitektur; zu deren Besonderheiten gehörte auch ein geplanter Kunstausstellungsraum, der aber nur für eine relative kurze Zeit so genutzt wurde.

Der zweite Teil des Projekts besteht aus einer Dia-Installation in der Unterführung, die sich zum heutigen Regierungspalast und Platz des Friedens öffnet. Projiziert wird hier das Motiv der Vorgängerbrücke namens Mukhrani, die zuvor die beiden Stadtteile am gleichen Ort verbunden hat und nun als Lichterscheinung metaphorisch eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und einer geplanten Zukunft schlägt. Vergangenheit und Zukunft aber, sind unberührbar und wurden im Verlauf von Geschichte fast ausnahmslos von der jeweiligen Gegenwart und ihren Interessen sowohl als Re- und Dekonstruktion, wie auch als Konstruktion vereinnahmt. Dieser Mechanismus wird zum Erlebnis indem die Diainstallation den Betrachter zwingt, sich im Projektionsraum zwischen Blendung und Erkennen, Bildkonstruktion und Bilddestruktion (durch Fragmentierung, Verzerrung und Überlagerung) zu bewegen. So wird er erfahren, dass sich je nach Standort und Blickrichtung das projizierte Bild verändert. Und dies mag ihm schließlich die Augen für die Erkenntnis öffnen, dass das was er sieht, vor allem durch ihn selbst und seine Interessen bestimmt ist.

 

Ort:
Baratashvili-Brücke, Tiflis, Georgien

Fotos:
Andreas M. Kaufmann

Künstlerisches Konzept:
Irina Kurtishvili
Andreas M. Kaufmann

 

Ein historisches Amtsgebäude, neu interpretiert

 

Das denkmalgeschützte Gebäude der alten Post befindet sich im Zentrum von Mülheim a. d. Ruhr. Es beherbergt auf 3 Etagen die Sammlung Ziegler, mit Malerei und Grafik des 20. Jahrhunderts, unter anderem Werke von Feininger, Kirchner, Marc und Macke. Der Umbau und die Modernisierung des Museums erfolgten 2007 – 2008 unter der Leitung des Architekten Karsten Weber, rheinflügel baukunst, Düsseldorf. Weber realisierte ebenfalls die Lichtprojektion auf dem Innenhof. Mit Hilfe von zwei Derksen GL1200 Außenprojektoren, die auf Masten montiert sind, werden während der Nacht Lichtkreise auf das Gebäude projiziert. Das geometrische Beleuchtungsmuster liegt wie eine zweite Schicht über der Fassade und interpretiert die architektonische Idee neu. Die funktional-repräsentative Architektur eines ehemaligen Amtsgebäudes erhält in der Dunkelheit einen spielerischen, leichten Charakter.

 

Ort:
Kunstmuseum in der alten Post
Viktoriaplatz 1, 45468 Mülheim a. d. Ruhr

Architekt (Umbau 2007-2008):
Karsten Weber, rheinflügel baukunst, Düsseldorf

Fotos:
Markus Lück

Römische Geschichte, illustriert mit Licht

 

Das neue RömerMuseum in Xanten

Der Museumsneubau im archäologischen Park Xanten wurde am 16. August 2008 eröffnet. Das Gebäude ist eine Kombination aus archäologischem Schutzbau und einem Museum mit insgesamt 1900 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Das Gebäude erhebt sich auf den Grundmauern des römischen Stadtbades. Form und Größe entsprechen der ca. 25 m hohen monumentalen Eingangshalle, die eines der größten Gebäude der römischen Kolonie war.

Die Ausstellung wird inhaltlich und gestalterisch durch grafische Lichtprojektionen unterstützt, welche Texte und Symbole zitieren und den historischen Kontext illustrieren. Besonders eindrucksvoll erscheint die Projektion eines christlichen Kreuzes im hinteren Teil der Ausstellung. Das Kreuz schwebt auf dem Boden wie eine mystische Vision und weist den Besucher darauf hin, dass die hier gezeigten Exponate im Zeichen des Wandels und der Christianisierung des römischen Imperiums stehen.

 

Ort:
LVR-RömerMuseum
Siegfriedstraße 39, 46509 Xanten

Bauherr:
Landschaftsverband Rheinland

Architekt:
Gatermann + Schossig, Köln

Ausstellung:
Atelier Brückner, Stuttgart

Lichtplanung:
Kress & Adams, Köln

Lichtprojektionen:
Derksen Lichttechnik